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Monatsversammlung im Februar

Wohin mit dem Strom, wenn die Förderung für die PV-Anlage ausläuft?

Vilsbiburg, 27.02.2018

Wohin mit dem Strom, wenn die Förderung für die Photovoltaik-Anlage ausläuft? Dieses Thema diskutierten die Freien Wähler auf der letzten Monatsversammlung mit dem Vertreter der Stadtwerke Elektromeister Georg Lechner. Dabei stellte sich heraus, dass es gerade für die Bürger-Solarkraftwerke keine Konzepte gibt wenn deren Förderung ausläuft.

 Auch die Stadtwerke beschäftigten sich vor geraumer Zeit bereits mit dem Thema Stromspeicher, allerdings in einer Leistungsgröße von 1.000 kW. Dabei lag der Focus der Stadtwerke nicht nur auf der Energiespeicherung, sondern auch auf der Stabilisierung des Stromnetzes und der Einspeisung der Blindleistung. Allerdings so erklärte Georg Lechner, der bei den Stadtwerken für das Stromnetz zuständig ist, „ist das Projekt wegen zu hoher Kosten von über 1 Million Euro nicht umgesetzt worden.“

Bei den privaten Stromerzeugern sind  derzeit 12 Solarstromspeicher im Stadtbereich mit einer durchschnittlichen Leistung von 5 kW in Betrieb. Wenn der Strom selbst verbraucht wird, so Lechner, dann rechnet sich die Investition von etwa 6000 – 7000 Euro. Dabei muss der Strombedarf des Haushalts bei Tag und Nacht genau ermittelt werden, um den Stromspeicher auf die Größe der Photovoltaikanlage abzustimmen, erklärte er die Details. Auf Nachfrage von Stadträtin Christine Koj bestätigte Georg Lechner, dass derzeit viel Bewegung auf dem Markt sei, zum Beispiel steigt Siemens in den Kleinspeichermarkt ein, der Bedarf an Solarspeichern wird wachsen.  Es ist anzunehmen, dass die Preise, die derzeit bei etwa 1200 Euro pro Kilowatt liegen, sinken werden. Erfahrungswerte mit der Lebensdauer der Stromspeicher konnte Lechner nicht nennen, sie hängen vor allem von den Ladezyklen ab und dürfte bei etwa 10 Jahren liegen.

 Schlechter schaut es bei  Gemeinschafts- oder Bürgersolaranlagen aus. Hier drängt die Zeit, da die ersten Bürgersolaranlagen in nächster Zeit aus der Förderung herausfallen. Falls sich eine Erzeugergemeinschaft einen Solarspeicher für das Solarkraftwerk anschaffen würde wird es schwierig Eigenbedarf geltend zu machen. Da die PV-Anlage und der Solarstromspeicher oft in weiterer Entfernung liegen, sind komplizierte Durchleitungsrechte zu beachten. Falls auch noch  verschiedene Netzbetreiber betroffen sind wird auch die Abrechnung der Durchleitungsgebühren sehr aufwändig.

 Dabei wäre es so einfach, meinte Stadtrat Karlheinz Hiller: man erzeugt seinen eigenen Strom in der Gemeinschaftsanlage, speichert ihn im eigenen Gemeinschaftsspeicher, speist ihn dann abends ins Netz und verbraucht ihn zu Hause. Dem stimmte Lechner prinzipiell zu, gab aber zu bedenken, dass für jede Kilowattstunde, die ins Netz eingespeist wird zusätzlich EEG-Umlage in Höhe von 6 Cent fällig wird. Ob sich das dann noch rechnet? Bei Stromspeicherung im eigenen Haus fallen diese Kosten nämlich nicht an.

 Meinrad Ettengruber warf die Frage auf, was dann mit Anlagen passiert, deren Förderung beendet ist und nicht in einen Stromspeicher mit Eigenbedarf eingespeist wird. Lechner redete hier Klartext: „Diese Anlagen werden den Strom ins öffentliche Netz einspeisen und nicht mehr als derzeit 4 bis 6 Cent pro Kilowatt erhalten.“ Tendenz möglicherweise fallend. Berücksichtigt man die EEG-Umlage, bedeutet das, dass der eigenproduzierte Strom kostenlos oder sogar als Draufzahlgeschäft ins öffentliche Netz eingespeist wird. FW-Vorsitzender Sebastian Haider brachte es auf den Punkt: „Die lachenden Dritten sind dann die großen Stromkonzerne die billigsten Strom bekommen und an die Kunden teuer weiterverkaufen.“ Hier rächt es sich, dass von der Politik keine Anschluss- Konzepte vorgelegt werden, ärgerte sich Christine Koj darüber dass die Energiewende nicht konsequent durchdacht wurde.

 Da ist es ein schwacher Trost, wenn argumentiert wird, dass die Anlagen nach 20 Jahren abgeschrieben sind und Geld gebracht haben. Niemand schenkt gerne Strom her, schon gar nicht den Stromkonzernen! Außerdem hat das möglicherweise negative Folgen für die Energiewende in Vilsbiburg sagte Stadtrat Josef Sterr. „Anlagen, die ein Minusgeschäft darstellen werden wohl abgebaut und somit unser Ziel 100% regenerative Energie bis zum Jahr 2035 schwieriger erreichbar.“ Er schlug vor, die von der Stadt angebotene Energieberatung um das Thema Speicher auszuweiten.

 In der anschließenden Diskussion wurden Fragen nach dem Smart-Meter, dem intelligenten Stromzähler und der Stromspeicherung durch Elektroautos aufgeworfen. Lechner meinte dazu, dass noch viele technische Details zu klären sind. Als Beispiel führte er an, dass für zehn Ladestationen mit je 22kW ein eigener Trafo nötig wird und das Stromnetz darauf ausgelegt sein muss. Fraglich ist wer das bezahlen soll. Auch die Einführung der Smart-Meter wird sich noch über Jahre hinziehen. Allerdings, so die Hoffnung Lechners, könnte es dann einmal eine Zeit geben, wo der intelligente Stromzähler selbständig das E-Auto auflädt, weil gerade viel billiger Solarstrom im Netz vorhanden ist. Schön wäre es.