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02.05.2012

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Unsere Meinung

Offener Brief an die Mandatsträger zur B15n

Sehr geehrte Mandatsträger,

die B15n und die Aufnahme in den BVWP (vordringlicher Bedarf +) beherrscht derzeit die Schlagzeilen der lokalen Presse, ob man nun Befürworter oder Gegner ist. Bei allen Artikeln und Diskussionen fällt aber eines auf: alle reden nur von der B15n und vergessen dabei, dass es noch zwei andere Nord-Süd-Trassen gibt – die B299 und die B20, die ebenfalls noch längst nicht ihr „normales“ Ausbauformat erreicht haben!

Grundsätzliches voraus:

Vor über 60 Jahren machte irgendjemand in einem Bundes- oder Landesministerium einen Strich in die Landkarte von Regensburg bis Rosenheim. Damit war festgestellt, dass es auf dieser Linie mal eine Fernverbindung geben soll. Zwischenzeitlich haben sich aber die politischen Verhältnisse mit der Wiedervereinigung und der Öffnung des Ostens grundlegend geändert. Was sich aber nicht geändert hat ist die Tatsache, dass Politik und Straßenbaubehörden vollkommen unbeweglich sind, immer noch an dieser alten Trasse festhalten und sich nicht der neuen Situation anpassen können. Ein trauriges Kapitel, das uns grundsätzlich nachdenklich machen sollte.

Situation B15neu:

Der Neubau der Autobahn bis zum Anschluss A92/Essenbach ist bis 2019 abgeschlossen. Die Trasse zwischen der A92 und der A94 bis zur A8 bei Rosenheim ist seit März 2014 beim Bundesverkehrsministerium für den „vordringlichen Bedarf +“ angemeldet und der Trassenverlauf mehrfach „verschoben“ worden. Ich bin mir sicher, dass die nun favorisierte neue Trasse westlich Taufkirchen/Dorfen noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Jedenfalls wird ein Ausbau der B15n (auf welcher Trasse auch immer) das Problem des überregionalen Fernverkehrs (soweit überhaupt notwendig) nicht lösen. Spätestens bei Ankunft der neuen B15 bei Rosenheim wird das Inntaldreieck und die Inntalautobahn bis Kufstein im Verkehr ersticken. Damit ist dann ein neues Problem vorprogrammiert!

Situation B299/304:

Bereits seit 60 Jahren hätte man diese Nord-Süd-Verbindung großzügig ausbauen und die geplagten Orte mit Umgehungen entlasten können! Doch bis heute hat man es nicht geschafft, sogar einige „Uraltfahrbahnen“ auf einen Bundesstraßen gerechten Ausbau fertigzustellen: Beispiele sind nördlich Landshut bei Weihmichl, südlich Vilsbiburg zwischen Aich und Egglkofen oder im Landkreis Altötting das Waldstück vor Garching/Alz. Die Orte Trostberg, Altenmarkt, Traunreut usw. warten immer noch auf Ortsumfahrungen!

Situation B20:

Auch hier gilt selbiges wie bereits bei der B299 erwähnt – schlechte Ausbausituationen und fehlende Ortsumfahrungen. Fehlende Ausbausituation z. B. zwischen Burghausen/Pirach und Tittmoning und fehlende Ortsumfahrungen für Tittmoning oder Laufen. Für alle genannten Bundesstraßen gilt aber folgendes: alle hätten schon bis zur A8 mehrspurig mit versetzten Überholstreifen ausgebaut werden können!!!

Situation Landshut:

Schon vor 30 Jahren hat der Stadtrat verschlafen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Die Bürger dieser Stadt wollen keine Westtangente, keine innerörtliche Isarüberquerung und die jetzt dringende Abhilfe sollen die Bürger der umliegenden Gemeinden tragen! Ein unerträglicher Zustand, der auch die Bürger Landshuts mit mindestens der Westtangente und dem vierspurigen Ausbau der Brücken an der Konrad-Adenauer-Straße in die Pflicht nehmen muss!!!

Grundsätzliches zum Schluss:

Wenn man an einer neuen Fernstraßenverbindung  ab der A92/Essenbach festhält, gibt es m. E. nur eine Lösung, die ich bereits 2007 in einem Brief an die Autobahndirektion Südbayern geschildert habe und als Anlage beigefügt ist. Um den erwarteten Fernverkehr zu entzerren, ist eine direkte Trasse mit versetzten Überholspuren durch das tertiäre Hügelland bis zur A94 vollkommen ausreichend; wobei dann nördlich des Chiemsees bei Obing die Teilung erfolgen muss; in Richtung neue Umfahrung Rosenheim-West und die zweite Achse Richtung Teisendorf mit Anschluss an die A8 nach Salzburg. Baut man keine neue Fernstraßentrasse und macht die Bundesstraßen zu Hauptachsen, müssen sie ebenfalls durch leistungsfähige Querachsen verbunden werden, um den Verkehr zu entzerren. Das bedeutet, dass sich jeder Autofahrer schon frühzeitig entscheiden kann, auf welchem Weg er z. B. nach Rosenheim/Inntalautobahn oder nach Salzburg/Tauernautobahn fahren will.

Fazit:

Dass man nicht unbedingt am Schnittpunkt einer Autobahn (hier A92 Essenbach) mit einer vierspurigen Fahrbahn weitermachen muss, zeigen die Beispiele B31, B12 und B17.

Die B31n beginnt am Autobahnende Stockach (A98) und geht dreispurig bis Überlingen/Bodensee. Die B12 beginnt an der A 8 bei Buchloe und wird dreispurig nach Kempten geführt sowie die B17n, die ebenfalls von Augsburg kommend vierspurig bis zur A8 bei Landsberg verläuft, wird dann dreispurig bis Schongau weitergeführt. Diese Beispiele zeigen uns, dass es nicht zwingend notwendig ist, immer nur vierspurige Straßen zu bauen, die gravierend in die Hügellandschaften eingreifen. Ein Ausbau aller drei Bundesstraßen B15, B299/304 und B20 bis zur Staatsgrenze wäre allemal besser und gehört deshalb in den neuen BVWP aufgenommen!!!

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Huber

Nagelschmiedgasse 13

84137 Vilsbiburg

 

Email an die Autobahndirektion Südbayern vom 07.10.07 zu Planungen B15 neu

Sehr geehrter Herr Dr. Wüst,

In den letzten Tagen mehrten sich wieder Berichte über die Planungen zur B15neu ab Essenbach bis Geisenhausen, wobei sogar ein 2 km langer Tunnel vorgesehen ist. Dazu meine Meinung.

Grundsätzlich sollte man aufhören, von einer B15neu zu sprechen. Die Ausbau(Neubau)-Variante mit Standstreifen entspricht einer Autobahn und deshalb sollte man endlich den Mut haben, von einer neuen A xyz zu sprechen.

Was die weiteren Planungen von der A92 Essenbach in Richtung Rosenheim betrifft, bin ich der Meinung, dass alle an der Planung beteiligten Behörden, angefangen vom Bundesverkehrsministerium über das Bayerische Innenministerium und der Autobahndirektion Südbayern sowie dem Staatlichen Bauamt denselben Fehler machen: sie planen eine falsche Trasse bis Rosenheim bzw. zur A8.  Durch die Trassenführung Richtung Rosenheim wird natürlich die B15 entlastet, aber kein Mensch denkt an die Entlastung der B299 Richtung Traunstein. Die Orte Neumarkt St. Veit, Garching a.d.Alz, Trostberg, Altenmarkt, Traunreut und Traunstein rufen alle nach Ortsumfahrungen, weil der Verkehr gerade durch die Chemiestandorte sie zu ersticken droht. Doch von einer Entlastung der B299 hört man von planerischer und politischer Seite absolut nichts.

Wäre es nicht die Pflicht eines vorausschauenden Planers, beide Straßen zu entlasten und eine Lösung zu finden, die dies ermöglicht? Warum legt man die Trasse nicht so, dass sie ab Essenbach zwischen den beiden Bundesstraßen B15/B299 verläuft in Richtung Nordspitze des Chiemsees? Zwischen Obing und Seebruck müsste sich die neue Trasse dann teilen. Eine Trasse führt in einer weiträumigen Umfahrung westlich am Chiemsee vorbei Richtung Rosenheim/Inntaldreieck, während die andere Trasse ebenfalls weiträumig östlich des Chiemsees vorbei an Traunstein bei Teisendorf in die A8 mündet. Diese Trassenführung würde den Knotenpunkt Inntaldreieck wesentlich entlasten und zusätzlich den Nord-Südverkehr von der B20 teilweise mit aufnehmen.

Alle an Planung und Bau der neuen B15 (?) beteiligten Stellen sollten sich deshalb nochmals an einen Tisch setzen und den vorgesehenen Verlauf Richtung Inntaldreieck überdenken. Die Bewohner dieser oben genannten Orte werden es ihnen danken, falls sie es noch erleben.  

Ich würde mich freuen, wenn sich die Autobahndirektion Südbayern dieser Meinung anschließen könnte. Mich würde nur noch interessieren, wer den ersten Schritt dazu machen müsste.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Huber

Nagelschmiedgasse 13

84137 Vilsbiburg

Stadtrat