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02.05.2012

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E-Mail an die Autobahndirektion Südbayern

Email an die Autobahndirektion Südbayern vom 07.10.07 zu Planungen B15 neu

Sehr geehrter Herr Dr. Wüst,

In den letzten Tagen mehrten sich wieder Berichte über die Planungen zur B15neu ab Essenbach bis Geisenhausen, wobei sogar ein 2 km langer Tunnel vorgesehen ist. Dazu meine Meinung.

Grundsätzlich sollte man aufhören, von einer B15neu zu sprechen. Die Ausbau(Neubau)-Variante mit Standstreifen entspricht einer Autobahn und deshalb sollte man endlich den Mut haben, von einer neuen A xyz zu sprechen.

Was die weiteren Planungen von der A92 Essenbach in Richtung Rosenheim betrifft, bin ich der Meinung, dass alle an der Planung beteiligten Behörden, angefangen vom Bundesverkehrsministerium über das Bayerische Innenministerium und der Autobahndirektion Südbayern sowie dem Staatlichen Bauamt denselben Fehler machen: sie planen eine falsche Trasse bis Rosenheim bzw. zur A8.  Durch die Trassenführung Richtung Rosenheim wird natürlich die B15 entlastet, aber kein Mensch denkt an die Entlastung der B299 Richtung Traunstein. Die Orte Neumarkt St. Veit, Garching a.d.Alz, Trostberg, Altenmarkt, Traunreut und Traunstein rufen alle nach Ortsumfahrungen, weil der Verkehr gerade durch die Chemiestandorte sie zu ersticken droht. Doch von einer Entlastung der B299 hört man von planerischer und politischer Seite absolut nichts.

Wäre es nicht die Pflicht eines vorausschauenden Planers, beide Straßen zu entlasten und eine Lösung zu finden, die dies ermöglicht? Warum legt man die Trasse nicht so, dass sie ab Essenbach zwischen den beiden Bundesstraßen B15/B299 verläuft in Richtung Nordspitze des Chiemsees? Zwischen Obing und Seebruck müsste sich die neue Trasse dann teilen. Eine Trasse führt in einer weiträumigen Umfahrung westlich am Chiemsee vorbei Richtung Rosenheim/Inntaldreieck, während die andere Trasse ebenfalls weiträumig östlich des Chiemsees vorbei an Traunstein bei Teisendorf in die A8 mündet. Diese Trassenführung würde den Knotenpunkt Inntaldreieck wesentlich entlasten und zusätzlich den Nord-Südverkehr von der B20 teilweise mit aufnehmen.

Alle an Planung und Bau der neuen B15 (?) beteiligten Stellen sollten sich deshalb nochmals an einen Tisch setzen und den vorgesehenen Verlauf Richtung Inntaldreieck überdenken. Die Bewohner dieser oben genannten Orte werden es ihnen danken, falls sie es noch erleben.  

Ich würde mich freuen, wenn sich die Autobahndirektion Südbayern dieser Meinung anschließen könnte. Mich würde nur noch interessieren, wer den ersten Schritt dazu machen müsste.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Huber

Nagelschmiedgasse 13

84137 Vilsbiburg

Stadtrat